Warum soll ich Tai Chi lernen

Warum soll ich Tai Chi lernen?

Nein, das wird jetzt nicht einer dieser typischen Artikel, warum Du unbedingt „XYZ“ anwenden/ausprobieren/lernen solltest. Wir gehen heute einen Schritt zurück und stellen uns eine einfache Frage, deren Beantwortung oftmals weniger trivial ist, als man denkt. Die meisten Leute, die zu mir kommen, wissen eigentlich schon, dass sie Tai Chi lernen wollen. Ich frage sie dann ganz offen, warum sie zu wissen glauben, dass es unbedingt Tai Chi sein muss.

Warum das „Warum” so wichtig ist

Wenn wir wissen, warum wir etwas tun möchten, wird vieles einfacher. Wir können unser „Warum“ dafür nutzen, mit noch mehr Leidenschaft Dinge anzugehen, für die wir wirklich brennen. Durch meine Frage bekommst Du so eine größere Klarheit über Deine Beweggründe und wir können so besser klären, was für Dich passt. Gleichzeitig hilft Dir dieses Wissen, Deine Motivation zu erhalten, wenn der Weg anstrengend wird (Diese Phasen wird es geben…).

Drei Kreise

Buchautor Simon Sinek spricht vom „Golden Circle“. Drei Kreise, die ineinander liegen. Der erste Kreis ist das „Warum“, das die Basis bildet für das „Wie“ und das „Was“, der äußerste Kreis. Viele Menschen beschäftigen sich zuerst mit dem „Was“, weil es einfacher und klarer zu fassen ist. Dieser Ansatz führt oft dazu, dass Menschen sehr begeistert eine Sache anfangen. Nach kurzer Zeit verlieren sie jedoch die Motivation, brechen ab oder verfallen in alte Verhaltensmuster. Das „Warum“, die Basis, war unklar.

Der Golden Circle: Warum – Wie – Was

Deswegen: Kläre Dein Warum!

Ein Beispiel

Du bist irgendwie unzufrieden und möchtest etwas ändern. Sehr schnell bist Du beim „Was“ z. B. „Ich möchte mein Gewicht reduzieren.“ oder „Ich möchte weniger arbeiten.“ oder eben „Ich möchte Tai Chi lernen.“ Viel entscheidender ist aber die Frage nach dem „Warum“. Daher frage Dich einfach: Warum möchte ich eigentlich mein Gewicht reduzieren, weniger arbeiten oder Tai Chi lernen?

Erst durch das „Warum“ setzt Du Dich wirklich mit der Sache auseinander. Und gewinnst dadurch mehr Handlungsfreiheit und Kreativität bei der Umsetzung. Beim Abnehmen z. B. könnte das „Warum“ ein gesünderes und damit angenehmeres Leben sein. Und jetzt kannst Du überlegen, welche Möglichkeiten sich Dir bieten, dies zu erreichen. Und auch beim Tai Chi ist es einfach enorm wichtig, dass Du Dein „Warum“ kennst. Das erhöht Deine Motivation und lässt Dich diesen Weg auch wirklich langfristig gehen. Erst dadurch wirst Du erfolgreich. Viele meiner Schüler praktizieren mittlerweile Jahre bzw. Jahrzehnte und kennen ihr „Warum“ inzwischen sehr genau.

Das Warum ist mannigfaltig und kann sich entwickeln

Die Gründe, warum Menschen Tai Chi lernen wollen, sind sehr vielfältig. Willst Du z. B. Stress reduzieren, Wege zu mehr Ruhe finden oder einfach in Bewegung bleiben und dabei auch den Geist fordern? Manchmal frage ich mehrfach nach, um zum eigentlichen Grund vorzustoßen. Dein Warum darf sich auch im Laufe unserer Zusammenarbeit entwickeln. Meist fällt Dir danach auch die Entscheidung, ob es Yoga, Tai Chi oder etwas anderes sein soll, sehr viel leichter.

Theorie zur Praxis

Wer sein Warum geklärt hat, kann sich dann die Fragen nach dem Wie und Was stellen. Dabei hilft es sehr, aus der Theorie in die Praxis zu kommen und verschiedene Wege einfach zu testen. Gerade bei Sportarten und Entspannungsverfahren hängt viel vom Lehrer ab und wie er die Methode interpretiert. Auch sind das Ambiente, der Ort und die Zeit, zu der man trainieren kann, wichtige Entscheidungsfaktoren. Dann gilt es, offen in eine Probestunde zu gehen und gleichzeitig sein „Warum“ immer im Blick zu haben.

Nimm Dir jetzt ein paar Minuten Zeit und beantworte meine ganz einfache Frage: „Was ist Dein Warum?“ Schreib mir gerne Deine Gedanken.

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