Mehr Energie fürs Homeoffice durch Tai Chi

Kennst Du das? Du sitzt den ganzen Tag am Schreibtisch und am Abend merkst Du erst, wie anstrengend der Tag am Schreibtisch war. Schultern und Nacken schmerzen, Du fühlst Dich verspannt und ausgepowert. Du ziehst Dich auf Deinen Lieblingsplatz zurück und musst Dich erst mal richtig entspannen. Oder Du powerst Dich aus, um irgendwie runterzukommen, weil Du so unter Strom stehst. Gewinne jetzt mehr Energie fürs Homeoffice durch Tai Chi Übungen.


Work-Life-Balance hat ausgedient

Geht das nicht besser? Wie wäre es, wenn Du die Zeit im Homeoffice so gestalten könntest, dass Du Dich dort eben nicht komplett erschöpfst, sondern Deine Energie behältst? Klingt utopisch? Ich glaube, das alte Work-Live-Modell hat ausgedient. Ich denke, wir sollten unser Homeoffice so einrichten, dass wir unsere Batterien dort nicht komplett entleeren, um sie dann in der wertvollen Freizeit wieder auftanken zu müssen. Aber wie stellen wir das an?


Kontext und Bewegung

Ein ganz wichtiger Aspekt ist der Kontextwechsel. Konkret bedeutet das, dass Du immer wieder mal kurz  etwas völlig anderes tun solltest. Mental und körperlich. Es muss ja nicht gleich der Fallschirmsprung zur Mittagspause sein. Nach einer intensiven Stunde mit der Excel-Tabelle sprichst Du einfach mal mit dem Kollegen über das Wochenende. Oder Du holst Dir erst mal einen Kaffee, während die schwierige Mail an den Kunden gerade den Postausgang verlässt. Die Beispiele zeigen einen zweiten, wichtigen Punkt: Bewegung. Aus meiner Sicht ist Bewegung der Schlüssel für einen guten Kontextwechsel.


Allein im Homeoffice 

Das Problem: Im Homeoffice arbeitest Du meist ganz für Dich alleine und es gibt keine Gelegenheiten für den Kontextwechsel. Und es gibt oft auch keinen Anlass für Bewegungen, denn Du bist in Deinem Homeoffice ganz allein. Daher musst Du Dir diesen künstlich selbst erschaffen. Z.B. mit der Pomodoro-Technik. Wie genau die funktioniert, kannst Du hier nachlesen. Es gibt sogar eigene Programme, die Dich an regelmäßige Pausen erinnern. Die Timer-Funktion Deines Handys reicht aber erst einmal aus. 

Bewegung ist der Schlüssel für mehr Energie

„Und was soll ich dann in den Pausen machen?“ Aus meiner Sicht hat ein Kontextwechsel eine körperliche und eine mentale Ebene. Körperlich bedeutet, dass Du von der Unbeweglichkeit der Schreibtischarbeit in Bewegung kommst. Nutze dazu möglichst Bewegung, die anders oder ungewohnt ist. In diesem Video zeige ich Dir ein paar Bewegungen, die Du im Sitzen durchführen kannst.


Besser ist es natürlich noch, einzelne Übungen im Stehen zu praktizieren. Sehr einfach und gleichzeitig wirkungsvoll sind auch Gehmeditationen. Wichtig ist, dass der Wechsel schnell geht. Ohne Vor- oder Nachbereitung, ohne Matte oder spezielle Kleidung. Sonst wird es Dir zu umständlich und Du fängst gar nicht erst an.


Aber wie kommt der Geist zu seiner Erfrischung? Die Tai Chi-Bewegungen sind für uns sehr ungewohnt. Wir bewegen uns sehr langsam und gleichzeitig sehr genau. Bewusste Bewegung mit Blick auf Details. So entsteht Achtsamkeit. Durch diesen mentalen Kontextwechsel lüften wir auch die grauen Zellen kurz durch und können uns dann wieder mit neuer Energie einer neuen Aufgabe im Homeoffice widmen. Das ist übrigens das Wesen von ganzheitlichen Übungsmethoden. 


Beispiele für Tai Chi im Homeoffice

Einer meiner ersten Lehrer hat früher, als die Drucker noch länger brauchten, in der Zeit zwischen Druckauftrag und der Herausgabe des gedruckten Meisterwerks kurze Sequenzen der Tai Chi-Form geübt. Einer meiner Schüler nutzt die Zeit, die die Kaffeemaschine benötigt, um ihm einen Cappuccino zu bereiten, für eine kurze Stehmeditation. 

Jetzt bist Du dran!

Nimm Dir doch für die nächsten Tage einfach einmal vor, im Homeoffice regelmäßig ein paar meiner Tipps auszuprobieren. Sei dabei kreativ und passe Umfang und Intensität Deinen individuellen Bedürfnissen an. Nur wenn Du einen Weg findest, der zu Dir passt, wirst Du diese Tipps auch regelmäßig umsetzen und so mehr Energie fürs Homeoffice durch Tai Chi gewinnen. Und: starte jetzt direkt, wenn Du diese Zeilen liest. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für Dich im Augenblick. 🙂