Kapitel 42

Das Tao schuf die Einheit.
Einheit schuf Zweiheit.
Zweiheit schuf Dreiheit.
Dreiheit schuf die zehntausend Wesen.
Die zehntausend Wesen
Tragen das dunkle Yin auf dem Rücken,
Das lichte Yang in den Armen.
Der Atem des Leeren macht ihren Einklang ...

Lao-tse, Tao-Tê-King, Kapitel 42 (ca. 500 v. Chr.)

Der Name "Tai Chi Chuan"

Taoismus - Symbole - Zeichen

"Tai Chi Chuan" lautet übersetzt in etwa: „Faustkampf gemäß der universellen Prinzipien von Yin und Yang".

"Chuan" bedeutet Faustkampf, "Tai" heißt das Höchste oder das Größte. Chi (Ji) bedeutet Pol. Es ist nicht identisch mit dem Wort Chi (Qi), wie es in Chi Kung (Qigong) vorkommt, und das Energie, Atem oder Lebensaktivität bedeutet.

Tai Chi heißt also "Höchster Pol". Im I Ging, dem Buch der Wandlungen (ca. 7./6. Jahrhundert v. Chr.), liest man hierzu: "In den Wandlungen gibt es einen Höchsten Pol, der Yin und Yang hervorbringt". Im chinesischen Mittelalter wurde der Höchste Pol, Tai Chi, mit dem Leeren Pol, Wu Chi, gleichgesetzt. Man kann dabei an den Polarstern denken, um den sich unaufhörlich alle Sterne des Universums im Kreis bewegen und abwechselnd Tag (Yang) und Nacht (Yin) hervorbringen. Der Polarstern selbst verharrt dabei aber unbewegt (zur taoistischen Philosophie und Geschichte s. Literaturhinweise).

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